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Figurfreunde

FIGURFREUNDE

Wir alle kennen die guten Vorsätze zum Jahresanfang:
Gesunder Lebensstil, bessere Ernährung und mehr Sport.
Doch kaum sind die Neujahrswünsche verklungen, sind all unsere guten Ideen verpufft, denn die Angst vor dem Heißhunger lässt und schnell aufgeben.

Mit den Top 5 Figur-Freunden können Sie sie sich schlank essen!

Darüber freut sich Ihre Figur

  1. Genießen Sie Ihr Essen bewusst.

    Wenn Sie jeden Bissen langsam kauen, profitieren Sie gleich 3fach:
    Sie können das großartige Geschmackserlebnis länger genießen,
    Sie entlasten den Darm und
    geben Ihrem Sättigungsgefühl eine Chance, das sich nach circa 20 Minuten meldet.

    Erleben Sie eine tolle Genussreise auf die Schokoladeninsel!
    Lassen Sie ein kleines Stück Schokolade langsam im Mund zergehen.

    „Schließe deine Augen. Du bist auf einer Schokoladeninsel.
    Schau dich genau um. Auf dieser Insel ist alles aus Schokolade und man darf alles essen – aber nur ganz langsam.

    Nimm dir jetzt dein Stück Schokolade und rieche daran. Wie riecht es?

    Nun berühre das Schokostückchen mit deiner Zungenspitze.

    Wie schmeckt es? Nimm das Schokoladenstück jetzt in den Mund. Beiß nicht auf das Stück, sondern lege es unter die Zunge.

    Schiebe nun das Stück mit der Zunge langsam in die linke Wange.

    Nach 10 Sekunden in die rechte Wange.

    Lass den Rest des Schokostücks im Mund langsam zerschmelzen wie ein Bonbon.

    Zum Schluss gehe noch einmal mit der Zunge den Weg des Schokoladenstückchens nach.“

  2. Machen Sie sich mit Ihren heimlichen appetitlichen Verführern bekannt:

    der gute Geruch, der genüssliche Anblick oder der Gedanke an Lieblingsspeisen lassen nämlich Ihre Lust auf Nahrung steigen, ohne dass Sie wirklich Hunger haben.

  3. Denken Sie bei jeder Mahlzeit an Gemüse, Salat, Beerenobst, Zitrusfrüchte und Pilze.

    Denn diese Lebensmittel füllen Dank des hohen Ballaststoff- und Wassergehalts Ihren Magen und mach satt – kalorienarm und vitalstoffreich.

  4. Rundum glücklich und satt geht ganz einfach mit diesem cleveren Tellermodell.

    Die Hälfte Ihres Tellers füllen Sie mindestens 250 g Gemüse, Salat, Pilzen oder
    100 bis 125 g zuckerarmem Obst wie beispielsweise Beeren.
    Etwa ein Drittel Ihres Tellers belegen Sie mit 150 bis 250 g Milchprodukten oder
    150 bis 200 g Fisch/Meerestieren/magerem Fleisch oder 2 Eiern oder 50 bis 70 g Käse.
    Den restlichen, kleinsten Teil Ihres Tellers füllen mit: 1 dünnen Scheibe Vollkornbrot oder
    150 g Kartoffeln oder 30 bis 40 g Vollkornnudeln/Reis (ungekocht) oder 20 bis 30 g Haferflocken.
    Zum Verfeinern nehmen Sie 1 bis 2 EL Oliven- oder Rapsöl, Butter oder 10 bis 20 g Nüsse.

  5. Kombinieren Sie bewusst flüssige Speisen und Speisen mit „Biss“.

    Beide zusammen tragen zu Ihrer optimalen Sättigung bei.

Heißhunger – der tückische Drang nach Nahrung

Sie haben oft das Gefühl von Heißhunger, obwohl die letzte Mahlzeit noch gar nicht lange zurückliegt?

Dann habe ich 3 wertvolle Tipps für Sie:

  • Trinken Sie bei aufkommendem Hungergefühl ein Glas Mineralwasser.
    Das füllt den Magen und reduziert das Hungergefühl.
  • Hinterfragen Sie, ist es Hunger oder Appetit?
    Gerade wenn Sie die Naschlust auf Süßes oder Herzhaftes packt, ist es meist kein Hunger, sondern Appetit. Bei Letzterem lenken Sie sich ab. Meist ebbt die Lust auf etwas Bestimmtes innerhalb einer Viertelstunde ab.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Chrom.
    Dieses Spurenelement trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei. Blutzucker-Schwankungen werden vermindert und so kann Heißhunger vorgebeugt werden. Chromreiche Lebensmittel sind beispielsweise Edamer, Gouda, Eier, Hasel- und Paranüsse.

>> Mein persönlicher Tipp gegen Heißhunger:
eine Kombination aus Chili- und Grüntee-Extrakt, L-Carnitin und Chrom.

Wenn Sie wissen wollen,
warum es nicht hilft, nichts zu essen, oder
was der entscheidende Faktor für Ihre Lebergesundheit und Neustart für Ihren Stoffwechsel ist,
dann erkläre ich Ihnen gerne Leberfasten nach Dr. Worm.

Im Februar gibt es wieder Leberfasten nach Dr. Worm Vorträge und Gruppentreffen.

📌 Bitte vormerken:
WANN:
🔴 Do 27.2.2020, 18:00 Uhr – Details und EinladungAbend-Termine siehe Kalender
🔴 Fr 28.2.2020, 10:00 Uhr – Details und EinladungVormittag-Termine siehe Kalender

WO:
MOMENTUM Gesundheit in Bewegung,
Hietzinger Kai 133, 1130 Wien

Anmeldung erbeten!

Bier „Feiertag“

Lieblingsgetränk Bier

Der Tag des österreichischen Bieres wird seit 2016 am 30. September gefeiert. Neben dem internationalen Tag des Bieres (am ersten Freitag im August) hat Österreich somit auch einen nationalen Feiertag ins Leben gerufen.
Dank der Erfindung des Lagerbieres durch den österreichischen Brauherrn Anton Dreher kann heute ganzjährig Bier hergestellt werden.

Historischer Einblick

Aus einem einfachen Stück Brot, welches feucht wurde und so nach einiger Zeit zu gären begann, entstand vermutlich 8000 vor Christus das erste Bier. Reinster Zufall also!

Durch die Babylonier erlernten die Ägypter die Kunst des Bierbrauens und dies galt schon bald als Grundnahrungsmittel aller Bevölkerungsschichten.
Bei uns in Europa wurde Bier besonders über die Klosterbrauereien kultiviert. Im Mittelalter galt Bier als „flüssiges Brot“. Es stellte eine wichtige Ergänzung zur oft kargen Ernährung dar, zumal der Alkoholgehalt damals geringer war als heute.

Österreich ist ein Bierland

Mit einem pro Kopf Verbrauch von 104,4 Liter pro Kopf Bier liegt dieser deutlich über dem pro Kopf Verbrauch von Wein.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Betrachtet man die ernährungsphysiologisch insgesamt ausgewogene Kombination wichtigster Inhaltsstoffe im Bier (Wasser, Malz, Hopfen), so versteht man, warum Bier als „stärkendes“ Getränk gilt: es enthält fast alle B-Vitamine, ist reich an Kalium und Magnesium und Spurenelementen wie Zink, Selen und Eisen. Bier liefert Energie in Form von Kalorien und stärkt das vegetative Nervensystem.

Apropos Kalorien:

  • 100 ml Rotwein liefert im Vergleich 74 kcal,
  • 100 ml Pils 43 kcal und
  • 100 ml alkoholfreies Bier hat nur 26 kcal.
  • In 100 ml Cola sind dagegen 42 kcal versteckt, fast doppelt so viele Kalorien wie alkoholfreies Bier.

Bier – Für unser Wohlbefinden? In Maßen ja.
Doch Vorsicht: Bier wirkt appetitanregend und verführt die Menschen mehr zu essen,
als sie eigentlich wollten.

Der Weg des Alkohols

Alkohol wird zu 80 Prozent aus dem Darm aufgenommen und zu 20 Prozent aus dem Magen. Innerhalb von Minuten verteilt sich dieser über den Blutkreislauf im Körper. Nach 45 – 75 Minuten ist die maximale Blutalkoholkonzentration erreicht.

Die Alkoholaufnahme wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Die Alkoholresorption wird z.B. durch kohlensäurehaltige alkoholische Getränke beschleunigt. Alkohol gelangt aus einem leeren Magen schneller ins Blut als aus einem vollen Magen.

Frauen nehmen bei derselben getrunkenen Menge mehr Alkohol auf als Männer. Warum?
Da diese, bezogen auf das Körpergewicht, einen geringeren Wasseranteil im Körper (51 Prozent) haben als Männer (65 Prozent).  Das verfügbare Wasservolumen, in welchem sich der Alkohol verteilen kann ist somit geringer als jenes der Männer. Dies führt zu einer höheren Alkoholkonzentration im Körper führ

Mythos

Das gern getrunkene „Belohnungs-Seidl“ nach dem Sport, ist für den Körper leider alles andere als eine Belohnung: alkoholische Getränke mit mehr als 4 Vol% Alkohol verzögern das Rehydrieren.  Dies macht alkoholisches Bier nach dem Sport zu keinem geeigneten Getränk und sollte nach starkem Schweißverlust nicht konsumiert werden. Zudem wird der Fettabbau gehemmt.

Alkoholfreies Bier

Trotz einer restalkoholmenge von maximal 0,5 Volumenprozent Alkohol hat dies nicht nur Vorteile für Autofahrer, sondern auch für unseren Körper. Bereits ein halber Liter alkoholfreies Bier deckt z.B. bei einem Mann den Tagesbedarf an Vitamin B2 zu 20%.
Alkoholfreies Bier ist zudem leicht hypoton, weshalb die enthaltenen Nährstoffe schneller vom Körper aufgenommen werden können. Aus diesem Grund wird es oft als Sportlergetränk beworben.

Chinesische Medizin
Sommer – Freude – Bitterer Geschmack

Bier hat ein kühles Temperaturverhalten, ist bitter und süß vom Geschmack.
Es beruhigt den Herz-Geist (Shen), besänftigt Reizbarkeit und nährt und befeuchtet das Magen- und Nieren-Yin.
Je bitterer es schmeckt, desto weniger Feuchtigkeit bildet sich durch seinen Genuss im Körper.
Viele Menschen leiden auf Grund von Verdauungsschwäche an zu viel eingelagerter Feuchtigkeit (meist an Stellen, die sich nicht so vorteilhaft im Aussehen machen).
Zu viel Bier kann das Verdauungsfeuer beeinträchtigen, nicht nur, weil es oft sehr kalt getrunken wird.

Genießen Sie Bier in Maßen (ideal alkoholfrei) vorwiegend in der warmen Jahreszeit.

Der Sommer und der warme Herbst ist die Zeit der Biergärten und die Zeit der Geselligkeit sowie guter Laune unter freiem Himmel. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin gehören Lachen und Freude, das Herz, die Farbe Rot und der Süden zum Sommer. Der bittere Geschmack ist dem Sommer und damit dem Element Feuer zugeordnet.

Zum Wohl!

Quellen:
http://www.bier-lexikon.lauftext.de/brot.htm
http://de.wikipedia.org
https://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/land_und_forstwirtschaft/preise_bilanzen/versorgungsbilanzen/index.html
HABER P, TOMASITS J. Leistungsphysiologie. Lehrbuch für Sport- und Physiotherapeuten und Trainer. 5.Auflage. Springer Verlag Berlin Heidelberg 2016
https://www.feiertage-oesterreich.at/festtage/tag-des-oesterreichischen-bieres/

Bild von carolineandrade, Pixabay

Unbeschwerter Reise-„Genuss“

Reisezeit – Fit in den Urlaub!
Wenn einer eine Reise plant, …

Die Schulferien sind zur Hälfte schon vorbei, doch für manche steht eine Urlaubsreise noch bevor.
Urlaub, Sonne, Erholung, das ist für viele die schönste Zeit!
Und wer eine Reise plant, der sollte sich gut vorbereiten. Es lohnt sich auf seinen Körper, insbesondere auf seinen Darm und die Ernährungsgewohnheiten zu achten. Denn viele Urlauber haben vor Ort oder nach dem Urlaub mit „Montezumas Rache“ zu kämpfen.

Wie sind die klimatischen, hygienischen und kulinarischen Bedingungen im Reiseland?
Prophylaktische Maßnahmen können hier sehr sinnvoll sein!
Ungewohnte Kost, Keime im Wasser, ein ungewohnter Tagesrhythmus und Klimaveränderungen können zu Darmbeschwerden und Durchfallerkrankungen führen.
Um diesen vorzubeugen kann schon vor Reiseantritt die Einnahme von einem hochwertigen Probiotika empfehlenswert sein.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die nach Anwendung in angemessener Keimzahl eine gesundheitsförderliche Wirkung auf den Menschen ausüben.

Doch warum ist diese Art von Reiseplanung so wichtig?
Hier ein paar Fakten zu unserem sensiblen Verdauungsorgan „Darm“.

Wellness für den Darm

Das Mikrobiom, auch bekannt als Darmflora, ist unser Superorganismus schlechthin. Wir haben 1000 Mal mehr Bakterien als Gene im Körper und davon über 1000 verschiedene Spezies. Beeinflusst wird das Mikrobiom durch zahlreiche Faktoren.

Zu wenig Schlaf oder ein gestörter Schlafrhythmus schaden der gesunden Bakterienvielfalt genauso wie ein unausgewogenes Essverhalten, Entzündungen, Rauchen, Stress oder Medikamente.

Ausreichende Sonnenexposition (Vitamin D-Synthese) und eine ausgewogene Ernährung fördern hingegen eine positive Zusammensetzung der Mikrobiota.

TOP: 👍😀

Eine bunte Mischung von pflanzlichen Lebensmitteln, Vollkorngetreide (Ballaststoffe), Milchprodukten (insbesondere Kefir), mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren in fettreichen Fischen) und fermentierte Produkte (z.B. Sauerkraut oder Kimchi), Gewürze wie Zimt und Kurkuma sowie Bewegung sind empfehlenswert.

FLOP: 👎❗️

Gesättigte Fettsäuren (viel Fleisch und -produkte), hoch verarbeitete Lebensmittel, zugesetzter Zucker und ein hoher Konsum von Alkohol wirken sich hingegen negativ auf unsere Darmgesundheit aus.

Wer seine Darmflora pflegen will, orientiert sich am besten an den Empfehlungen der österreichischen Ernährungspyramide.

„Reiseversicherung“ für den Darm

Speziell ausgewählte Bakterienstämme sorgen dafür, dass Sie jeden Tag Ihrer Reise genießen können. Beginnen Sie am besten bereits eine Woche vor dem Urlaub mit der täglichen Einnahme von Probiotika und setzten dies während der gesamten Reise fort. Sie können Ihre tägliche Portion Darmbakterien (oft als Pulver erhältlich) statt in Wasser auch problemlos in Joghurt, Milch oder Tee (bis max. 40° C) aktivieren – diese Lebensmittel finden Sie sicher an jedem Urlaubsziel.

TO DO:

Welche Bakterienstämme für Sie sinnvollsind sind und welche Probiotika-Produkte vor und während einer Reise wichtig sind, besprechen wir bei einem Beratungsgespräch in der Praxisgemeinschaft 114.
Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

Weitere Tipps für den unbeschwerten Reise-„Genuss“

  • „Cook it, peel it or leave it“ – Lebensmittel, die nicht gekocht sind oder Obst und Gemüse, welches Sie nicht schälen können, sind tabu.
  • Achten Sie auf das „Ploppen“ oder Zischen beim Öffnen einer Wasserflasche. So können Sie sicher sein, eine originalverschlossene Flasche erhalten zu haben.
  • Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung und greifen Sie auch beim Zähneputzen zur Wasserflasche.
  • Eiswürfel werden häufig aus Leitungswasser gemacht – verzichten Sie deshalb lieber darauf.

Schönen Urlaub! ☀️

Quellen:
Presseaussendung VEÖ – „Lebenswelt Darm – das Mikrobiom“
Wissenschaftliche Jahrestagung 2019 des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs. April 2019
Institut Allergosan, Darmberaterclub-News, August 2019

Bild von PublicDomainPictures, Pixabay

Der „Hast du gepupst?“ – Tag

Der „Hast du gepupst?“ – Tag

Blähungen, für die meisten eine sehr einliche Körperfunktion.
ErnährungswissenschafterInnen
informieren über die Grundlagen dieser Alltäglichkeit und wie man mit der richtigen Ernährung darauf Einfluss nehmen kann.

Kaum etwas ist für viele Menschen so peinlich behaftet wie Blähungen.
Um den Umgang mit dem tabuisierten Thema zu normalisieren und mit Vorurteilen aufzuräumen wurde 2006 der „Hast du gepupst Tag“ am 5. Februar vom deutschen Zeichner und Cartoonist Bastian Melnyk ins Leben gerufen.

Alles nur heisse Luft?

Darmgase sind ein Ergebnis natürlicher Körperfunktionen und bestehen vor allem aus Stickstoff, Kohlendioxyd, Wasserstoff, Methan und Sauerstoff. Blähungen entstehen durch das Verschlucken von Luft, z.B. während des Essens, oder durch die komplexe Bakterienzusammensetzung im Darm, dem sogenannten intestinalen Mikrobiom.
Täglich werden im menschlichen Darm etwa 25 Liter Gas produziert, wovon der größte Anteil wieder resorbiert wird und 0,7-2,4 Liter pro Tag als Blähungen abgegeben werden.
Dies geschieht in 30-120 ml Dosen. Allerdings variiert diese Menge individuell.
Unterschiede im Ernährungsverhalten und im Mikrobiom führen dazu, dass manche Menschen mehr Blähungen als andere haben. Das Ernährungsverhalten beeinflusst das Ausmaß der Darmwinde einerseits direkt, da manche Lebensmittel Blähungen fördern können (z.B. Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebel), während andere sie reduzieren (z.B. Fenchelt, Kümmel, Anis, Bohnenkraut, Pfefferminze). Darüber hinaus beeinflusst das Ernährungsverhalten auch das Mikrobiom und somit indirekt das Ausmaß an Blähungen. Generell produzieren die meisten Menschen mehr Gase nach dem Essen und weniger während des Schlafens. Länger anhaltende und mit Schmerzen verbundene Blähungen können auch auf eine Erkrankung wie Reizdarm oder Morbus Crohn hindeuten und gehören medizinisch abgeklärt.

Tipps gegen Blähungen

  • Verwenden Sie verdauungsfördernde Gewürze! Dazu zählen etwa Anis, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze. Diese Heilpflanzen können Sie zum Würzen von Speisen verwenden oder als Tee trinken.
  • Trinken Sie ausreichend ungesüßte Getränke, v.a. wenn Sie ballaststoffreiche Lebensmittel essen!
  • Auch kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol, Kaffee und Zuckeraustauschstoffe, wie Sorbit das in vielen Diät- und Lightprodukten enthalten ist, können Blähungen auslösen.
    Probieren Sie, ob ein Verzicht dieser Getränke und Lebensmittelbestandteile Erleichterung bringt.
  • Essen Sie mehrere kleine und somit leichter verdauliche Mahlzeiten statt wenigen großen Portionen pro Tag.
    Essen Sie langsam und kauen Sie gut, denn schnelles Essen führt dazu, dass mehr Luft verschluckt wird.
  • Bewegen Sie sich im Alltag und halten Sie so Ihren Darm in Schwung!
  • Versuchen Sie Stress zu reduzieren, denn dieser kann sich nachteilig auf Ihren Darm auswirken!

Weitere Anregungen wie Sie Blähungen reduzieren und Ihre Ernährung gesünder gestalten können, gebe ich Ihnen im Rahmen einer fachgerechten und individuellen Ernährungsberatung.

Symbiose von Mensch und Bakterien

Obwohl die bakterielle Darmbesiedelung eine bedeutende Rolle als Modulator im Stoffwechsel, für das Immunsystem und damit für unsere Gesundheit spielt, wird ihre Bedeutung von vielen Menschen kaum wahrgenommen, weshalb es auch als das „vergessene Organ“ bezeichnet wird. Das Mikrobiom und dessen Stoffwechselprodukte scheinen den Energiestoffwechsel und somit das Körpergewicht zu beeinflussen. Darüber hinaus wird diskutiert, ob das Mikrobiom Auswirkungen auf den Blutdruck sowie auf verschiedenste Erkrankungen wie Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Allergien, Asthma und auf neurologische Störungen hat.
Aufgrund der zu erwartenden positiven Effekte einer gesunden Darmflora zur Prävention chronischer Erkrankungen und des Einflusses des Ernährungsverhaltens auf das Mikrobiom, sind diese Themen aktuell Gegenstand intensiver Forschung und Diskussionen.

VEÖ-Jahrestagung

Das Mikrobiom steht im Zentrum der VEÖ-Jahrestagung 2019 „Lebenswelt Darm. Das Mikrobiom“, welche am 10. April 2019 im Festsaal der Diplomatischen Akademie in Wien stattfinden wird. Neben spannenden Vorträgen rund um offenen Forschungsfragen wie den Einfluss des Mikrobioms auf die menschliche Psyche oder genderspezifische Unterschiede im Mikrobiom erwarten die Teilnehmenden auch eine hochkarätige Diskussionsrunde bezüglich der Frage „Pro und Contra Probiotika“ sowie ein begehbares Darmmodell.
Das Programm finden Sie unter www.veoe.org/termine.

Über den Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ)

Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) wurde 1991 gegründet. Wichtige Ziele des Verbands bestehen unter anderem in einer fachspezifischen und berufsübergreifenden Fortbildung, einer berufspolitischen und rechtlichen Vertretung, einer Kontaktplattform auf dem Sektor Ernährung sowie der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Essen und Trinken.

Quellen:

Abele et al. (2011). Der Brockhaus Ernährung. Gesund essen, bewusst leben. F.A. Brockhaus/wissenmedia in der inmediaONE GmbH, Gütersloh/München.

Azpiroz, F. (2005). Intestinal gas dynamics: mechanisms and clinical relevance. Gut, 54 (7), 893-895.

Bell, V., Ferrao, J., Pimentel, L., Pintado, M., Fernandes, T. (2018). One Health, Fermented Foods and Gut Microbiota. Foods, 7(12), 195.

Bolin, T. (2013). Wind. Problems with intestinal gas. Australian Family Physician, 42 (5), 280-283.

Danneskiold-Samsoe, N. B., de Freitas Queiroz Barros, H. D., Santos, R., Bicas, J. L., Cazarin, C. B., Madsen, L.,  Kristiansen, K., Pastore, G. M., Brix, S., Marostica Junior, M. R. (2019). Interplay between food and gut microbiota in health and disease. Food Research International, 115, 23-31.

Fava, F., Rizzetto, L., Tuohy, K. M. (2018). Gut microbiota and health: connecting actors across the metabolic system. Proceedings of the Nutrition Society, 18, 1-12.

Giese, S. (2018). Hast-du-gepupst?-Tag. https://www.kuriose-feiertage.de/hast-du-gepupst-tag/ (Zugriff: 2.1.2019)

Radisavljevic, N., Cirstea, M., Finlay, B. B. (2018). Bottoms up: the role of gut microbiota in brain health. Environmental Microbiology, 16.

Scaldaferri, F., Nardone, O., Lopetuso, L. R., Petito, V., Bibbo, S., Laterza, L, Gerardi, V., Bruno, G., Scoleri, I., Diroma, A., Sgambato, A., Gaetani, E., Cammarota, G., Gasbarrini, A. (2013). Intestinal gas production and gastrointestinal symptoms: from pathogenesis to clinical implication. European Review for Medical and Pharmacological Sciences, 17(Suppl 2), 2-10.

Tomlin, J., Lowis, C., Read, N. W. (1991). Investigation of normal flatus production in healthy volunteers. Gut, 32, 665-669.

Quelle: VEÖ-Presseaussendung, 29.1.2018