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Herbst-Kur! Schützen wir unseren Körper

Herbst-Kur!

Jetzt, wo die Tage noch mild sind, ist der ideale Zeitpunkt für eine Herbstkur, um unseren Körper vor Wind und Kälte zu schützen.
Je nach Interesse oder Konstitutionstyp eignet sich eine TCM-Herbstkur oder auch Leberfasten nach Ernährungswissenschafter Dr. Nicolai Worm.

TCM-Herbstkur

Bei einer TCM-Herbstkur wird

• innere Nässe ausgeleitet,
• das Qi der Mitte tonisiert,
• die Verdauung angeregt,
• die Atemwege gestärkt sowie
• das Immunsystem unterstützt.

In dieser Zeit stärkt und wärmt gerösteter, mit Ingwer gekochter Vollkornreis oder ein warmes Haferflockenmüsli von Innen.

DAUER UND EMPFEHLUNG:
Während der Kur sollte man für einen Zeitraum von 3 bis 12 Tagen auf Zucker, Rohkost, Zitrusfrüchte, Südfrüchte und Milchprodukte verzichten.

Neben der Ernährungsumstellung werden verdauungsfördernde Kräuter als Presslinge und Tees empfohlen.

Wichtig ist zu beachten, dass nicht jeder die gleichen Ernährungs- und Kräuterempfehlungen braucht, da es verschiedenen Konstitutions-Typen gibt.

Bei einem persönlichen Beratungsgespräch mit Zungen- und Pulsanalyse besprechen wir die für Sie richtigen Kräuter-, Tee- und Ernährungsempfehlungen!

Leberfasten

Beim Leberfasten nach Dr. Worm wird der alltägliche „Kohlenhydrat-Kreislauf“ durchbrochen.
Denn zu viele Kalorien, insbesondere zu viele Kohlenhydrate und Bewegungsmangel fördern den Fetteinbau in der Leber.

DAUER UND EMPFEHLUNG:
Während der 14-tägigen Leberfasten-Phase wird

  • ein rascher Effekt hinsichtlich Abbau von Leberfett erzielt,
  • der Leberstoffwechsel aktiviert und
  • der Bauchumfang  vermindert.

Neben der Ernährungsumstellung werden kalorienfreie Gertränke und Kräuter-Tees empfohlen.

Bei einem persönlichen Beratungsgespräch mit BIA-Messung (Körperzusammensetzung) besprechen wir Ihre Wünsche und Ziele!

Willkommen im Erde Hund Jahr 2018

Das Erde-Hund-Yang-Jahr wird am 16. Februar 2018 gefeiert und löst das Feuer-Hahn-Jahr ab.

Was wird das bedeuten?
Worum geht es aus der Sicht der TCM in diesem Jahr?

Das Erde-Hund-Jahr bezieht sich auf die 5 Elemente (Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz) und die 12 Organe (Herz, Dünndarm, Milz, Magen, Lunge, Dickdarm, Blase, Niere, Leber, Gallenblase, Kreislauf und Dreifacher-Erwärmer).

Der Hund wird in der TCM dem Organsystem Kreislauf zugesprochen. Er ist ein treuer und stiller Begleiter, Wächter des Ortes, ist immer da und verteidigt durch lautes Bellen seine Umgebung.

Auf Herz-Kreislauf achten

Im Erde-Hund-Jahr sollten wir daher unserem Kreislauf sowie den dazugehörigen Anzeichen wie Cholesterin, Triglyceride, Blutdruck mehr Achtsamkeit schenken.

Das Erde-Hund-Jahr kann aus zwei Sichtweisen betrachtet werden: es verstärkt, was wir (zu viel) haben und unterstützt andererseits bei Auszehrung.

I Qing

I Ging – Das Buch der Wandlungen ist das älteste Weisheitsbuch Chinas – und zugleich eines der aktuellsten.

„Man kann es als Orakelbuch benutzen, um in schwierigen Lebenslagen Rat zu bekommen. Man kann es auch nur der Weisheit wegen lieben und benutzen. Dort steht alles, was gedacht und gelebt werden kann!“ Hermann Hesse.

Das Jahr 2018 steht unter dem Hexagramm 27

Die Ernährung

Quantität nicht mit Qualität verwechseln
Das Hexagramm 27 zeigt uns in seiner Linienstruktur einen geöffneten Mund oder auch ein Tor (ein starker Yang-Strich oben, ein starker Yang-Strich unten).

„Was ist es, das mich in meinem Leben wirklich nährt?“, so die Frage, die sich in der Ernährung stellt und dies nicht nur in Bezug auf Essen und Trinken, sondern auf das ganze Sein und Tun.

  • Womit beschäftige ich mich tagaus und tagein?
  • Mit wem umgebe ich mich?
  • Was halte ich für selbstverständlich?
  • Wie und warum handhabe ich die Dinge so, wie ich es tue?

Das sind einige großen Fragen, die sich dahinter verbergen.
Wichtig ist es, auf die Qualität der Lebensmittel zu achten, mit denen wir uns den Magen und unseren Charakter füttern und nicht auf die Menge.

„In einem gesunden Körper wohnt ein
gesunder Geist“.

Empfehlungen

Ideal sind Mitte (Magen, Milz) stärkende, selbst gekochte Speisen, wie z.B.

Gewürze
wie Kardamom, Anis, Fenchel, Basilikum, Oregano sollen die Gerichte verfeinern und unsere Verdauungsorgane stärken.
Diese Gewürze und der „Eat2day windtreibender Verdauungstee“ helfen Feuchtigkeit in kostbare Körpersäfte umzuwandeln.

Kuren
Um den Kreislauf und Stoffwechsel zu unterstützen sowie die Blutwerte zu harmonisieren empfiehlt es sich im Jahr eine Frühlings- und eine Herbstkur einzuplanen.
Hier lassen sich ideale Synergien zwischen westlicher Ernährungswissenschaft und TCM erzielen!

Vorsicht geboten
Es gilt „Schleim verlegt Herzkanäle“ zu vermeiden, v.a. Befeuchtendes (viel Zucker, Zucker-Milch-Kombinationen) werglassen.
Süßer Alkohol oder Kombinationen wie süß/scharf (z.B. Rumkugeln, Likör-Pralinen), sollten gemieden werden.
Alkohol soll als Genussmittel betrachtet werden und dann eher die bitteren Komponenten in kleinen Mengen genießen.

Bewegung
Körperliche Bewegung wird uns auch in diesem Jahr gut tun (Walken, Treppen steigen, Schwimmen, Radfahren, Laufen).

Akupunktur
Der Jahres-Akupunkturpunkt ist Kreislauf 7.
KS 7 liegt in der Handgelenksfalte zwischen den mittleren Sehnen, Ideal für Softlaserpunktur.

ks7-Bild

Bild: A Manual of Acupuncture, Peter Deadman

Alles Gute für 2018!

Möchten Sie eine perönliche Ernährungsberatung mit Empfehlungen aus der TCM und der
westlichen Ernährungswissenschaft? Dann kontaktieren Sie mich, ich unterstütze Sie gerne!

Das Buch zum Zeitfenster 2018

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Autor: René van Osten
Gebundene Ausgabe, 100 Seiten
ISBN: 9783906873442
ZhanDao Edition

TCM-Kräuter und Eat2day-Tees
sind in der
Apotheke Maria von Siege,
Mariahilfer Str. 154, 1150 Wien
erhältlich.

Der Ingwer Heilpflanze des Jahres 2018

Ingwer ist die Heilpflanze des Jahres 2018, gewählt vom „Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus.

Spätestens seit sich asiatische Restaurants in Europa immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist Ingwer als Gewürz, das in allen Supermärkten zu finden ist, weit bekannt. In seiner Heimat, Asien, besitzt Ingwer schon eine jahrtausendelange Tradition als Gewürz- und Arzneipflanze.

TCM

Der Überlieferung nach wurde Ingwer schon Jahrtausende vor Christus in einem chinesischen Buch über Heilpflanzen als kräftigend erwähnt.

Auch von Konfuzius wird berichtet, dass er Ingwer so sehr schätzte, dass er keine Mahlzeit ohne diesen einnahm.

In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Ingwer (Sheng Jiang) dem Metall-Element zugeordnet und eine scharf heiße Eigenschaft zugeschrieben.
Er wirkt auf Lunge, Milz und Magen.
Mit diesem Wirkspektrum vertreibt Ingwer Kälte, die aufgrund einer kühlen Wetterlage in den Körper eingedrungen ist.
Besonders im Anfangsstadium einer Erkältung kann die Einnahme von Ingwer (z.B. als Tee) Gold wert sein.

EUROPA

In Europa wurde bereits im 1. Jahrhundert nach Christus vom griechischen Arzt Dioskurides beschrieben, dass Ingwer eine für die Verdauung förderliche Kraft besitze.

Im 12. Jahrhundert fand Ingwer bei Hildegard von Bingen Erwähnung.

Paracelsus kannte im 16. Jahrhundert sowohl die innerliche (Fieber, Allheilmittel) als auch die äußerliche Verwendung (als Pflaster bei Brüchen und stumpfen Verletzungen) von Ingwer.

ANWENDUNGSGEBIETE
Heutzutage ist die Wirkung von Ingwer durch Studien gut belegt. Ingwer kann Brechreiz und Erbrechen lindern und bei Reisekrankheit eingesetzt werden. Außerdem regt er die Darmperistaltik an und fördert die Sekretion von Speichel, Magensaft und Galle. Ingwer kann dadurch Völlegefühl nach üppigem Essen verhindern. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Wirkungen (Reduktion von Schmerz, krampflösend, tumorhemmend, virushemmend, vorbeugend gegen Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft …) diskutiert.

Volksmedizinisch:
als Tonikum, Stomachikum (Magenbeschwerden) und Digestivum (Verdauungsförderung)

Empfohlene Dosierung:
Tagesdosis 2-4g

Aufbewahrung:
Vor Licht geschützt, kühl. Keinesfalls in einem Kunststoffbehältnis (ätherisches Öl).

ANDON – ARZNEIPFLANZE DES JAHRES

Die „Heilpflanze des Jahres“ ist nicht mit der „Arzneipflanze des Jahres“ zu verwechseln.
Als solche wurde für das Jahr 2018 der Gemeine Andorn (Marrubium vulgare) gewählt.
Von der Antike bis weit in die Neuzeit war der Andorn eine geschätzte und verbreitete Heilpflanze.
Sein Kraut wurde vor allem bei Lungenerkrankungen eingesetzt, außerdem bei Verdauungsbeschwerden und verschiedenen anderen Leiden.
Auch heute ist Marrubii herba sowohl als Mittel gegen Entzündungen der Atemwege als auch gegen leichte Verdauungsstörung im Oberbauch anerkannt.

Quelle: apotheker.or.at